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Hier gibt es jetzt keine Tuning-Tipps, aber Warnungen und Antworten...

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Ich las im Internet die Frage, wieviel PS man wohl aus so einem 25 Km/h-Mobil herausholen könne.

Ganz einfach: Entweder wird man dabei erwischt, bevor man es festgestellt hat, oder bis es

PENG macht und man ganz doll auf die Fresse damit fliegt, falls man es überhaupt überlebt!

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Üblich sind je nach Typ/ Modell etwa 8 bar Zylinderdruck und die bringen ca. 1,5 PS = ca. 1,1 KW.

Baut man einen 47ccm-Zylinder auf ein 49ccm Motor, ist der bar-Wert bei etwa 11 bar Druck!

Dies funktioniert nur bei der Hercules M-Serie (M4 47ccm, M5 49ccm).

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Zu meinen, mehr Kubikzentimeter (ccm) brächten mehr Leistung, stimmt zunächst einmal nicht!

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Um einen höheren Druck zu erreichen, muss man die Brennkammer verkleinern, oder die

einströmende Gasluftgemischmenge erhöhen (Zylinderkopf planschleifen, Vergaser vergrößern).

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Ein Problem ist der Ansaugtakt und seine Vorverdichtung, da dies im Kurbelgehäuse stattfindet.

Demnach wäre ein größeres Kurbelgehäuse notwendig, damit genügend Gemisch angesaugt

werden kann, um damit einen größeren Zylinder zu versorgen.

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Daher fährt man kräftiger, schneller und sparsamer mit dem Umkehrschluss:

Brennkammer verkleinern!

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Dies kann bedeuten: Zylinderkopf planschleifen. Oder bei Komplett-Zylindern: Typ tauschen!

Die Hercules M-Serie hat den Zylinderfuß und Zylinderkopf in einem ganzen Stück.

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Trotz allem ist bei einer Mofa-Konstruktion immer noch genügend Spielraum für einen größeren

Vergaser und allem Übrigen, was meistens ebenfalls vergrößert werden muss.

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Faustregel:

Vom Luftfiltergehäuseloch bis hin zum Auspuffloch muss alles die gleiche Größe haben!

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Ein- und Auslässe dürfen nur zu den Seiten erweitert werden, und auch nur so, dass kein

Kolbenring mit seiner Öffnung in eine der Zylinderöffnungen hinein gerät.

Hält man sich nicht daran, verstellt man die Steuerzeiten und riskiert erhebliche Spül- und

Leistungsverluste. Dies kann so weit gehen, bis dass der Motor am Ende kaputt ist!

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Doch je mehr man den Zylinderdruck erhöht, desto schwieriger wird es, das Fahrzeug anzukicken.

Bei 16 bar ist es fast unmöglich, das Fahrzeug normal zu starten.

Bei einer Fehlzündung kann das Pedal so doll zurück schlagen, dass man sich im ungünstigsten

Fall den Fuß oder das Schienbein bricht.

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Desweiteren können Bauteile versagen und der Zylinder abgesprengt werden, oder die

Pleuelstange reißt oder bricht und stösst ein großes Loch in den Motorblock.

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Viele Mofa-Zylinder werden nur von 6-mm-Stehbolzen gehalten, die oft nur 1 cm tief in das

Druckguß-Gehäuse des Moters ragen.

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Wieviel Druck so ein Fahrzeug ab kann, hängt also von sehr vielen Faktoren ab:

Bauart/ Typ, Bauweise, Alter und Qualität der verbauten Teile, Sicherheitsvorkehrungen... usw.!

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Viele Mofa-Typen der 70-er Jahre waren auf 3-fache Sicherheit für Dauerbelastungen ausgelegt.

Man sollte somit bei 4,5 PS und 75 Km/h durchaus zufrieden gestellt sein.

Polizei, TÜV und Gericht sind es dann zumindest allemal, weil: Das reicht zum "verknacken"!

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(Die Karre kann auch schon mit weitaus-weniger Leistung in die ewigen Jagdtgründe eingehen... .)

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Allerdings muss man sich nicht wundern, wenn der Umweltverpester plötzlich 3,5 Liter/ 100 Km

schluckt und zeitlich gesehen auch mindestens 3 mal so schnell verschlissen ist, so lange man

nicht mit so einer "Schleuder" erwischt wird!

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Spätestens ab 65 Km/h fangen bei allen Mofatypen (spätestens dann) langsam Probleme mit dem

Bremsverhalten an.

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Gut - wer bremst verliert - schon klar! Aber wer nicht bremst verliert auch hinundwieder, manchmal

sogar sein kostbares Leben!

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Es gibt genügend verrückte Autofahrer da draußen, die tagtäglich Zweiradfahrern die Vorfahrt

nehmen und sich allein dadurch schon im Recht fühlen, weil sie mehr KFZ-Versicherung zahlen!

Doch zurück zum Thema...

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Es gab in den 70-ern auch Mofatypen, unter deren Rahmen Mokick- und Kleinkraftradmotoren

passten, ohne eine Motorhalterung des jeweiligen Mofa-Rahmens zu ändern.

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Wer mit so etwas unvorsichtig war, dem haben schnell mal eben 12 PS das Kettenrad vom

Mofahinterrad gerissen, denn diese Hinterräder sind für soviel "Power" nicht geeignet.

"Kalabums" rückwärts und Schädelbasisbruch kam auch schon vor.

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Einem riss beim Anfahren die Kette und verletzte ziemlich doll seinen Unterschenkel: Tatütata...!

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Einem anderen wurde auf der Landstraße die Vorfahrt genommen, er fuhr noch nichteinmal

Vollgas, sondern "nur" 90 Km/h und natürlich (Mofa, damals...) ohne Helm!

Der PKW hatte Totalschaden.

Um den Autofahrer kümmerte sich der Krankenwagen, der verletzte und geschockte Autofahrer,

der zuvor unachtsam aus einem Feldweg kam und auf die Landstraße wollte, wurde nach Gesetz

für "unschuldig" befunden, denn das Mofa war ja fresiert!

Den Mofafahrer hat man ungefähr 30 Meter weit entfernt, vom eigentlichen Unfallort, aufgewischt.

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​In meiner Gegend gurkten in den 70-er Jahren auch ein paar versoffene Rollstuhlfahrer mit

fresierten Mofa-Rollstühlen herum und ich staunte nicht schlecht, als ich von so einem

"Stubensessel" mit 60 Km/h, auf gerader Hauptstraße, überholt wurde.

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Ich kam mir auf meinem Mofa echt blöd vor, so als stünde ich!

Beinahe wäre ich abgestiegen, um zu gucken ob mein Motor überhaupt noch läuft.

 

Später traf ich den einen, der mich zuvor überholt hatte, beim Trinken am Kiosk.

Stolz zeigte er mir sein fresiertes 2-Gang-Modell und wollte mir seinen "Hochstart" vorführen.

Es waren 2 Leute nötig, den Kerl und seinen schweren Rollstuhl wieder auf die Räder zu stellen.

Er hatte sich, Gott sei Dank, nicht nennenswert verletzt.  

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Ein fresiertes Mofa bringt also in der Regel Ärger, sofern es nicht auf dafür vorgesehene Plätze

gekonnt geführt wird. Auf Wettbewerbsplätzen gibt es allerdings (meinet wegen: leider) auch

Regeln, Vorschriften und sogar den TÜV.

Die maximale Geschwindigkeitsbegrenzung liegt dort oft bei 50 Km/h.

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Andere Veranstaltungen: 200 m Spurt-Rennen. Auch hier hat sich der TÜV schon eingeschlichen.

Hier gibt es bisher jedoch noch keine Begrenzung für die Endgeschwindigkeit.

Dies wurde aber auch schon in Erwägung gezogen.

Die TÜV-Kontrollen beziehen sich hier in der Hauptsache auf die Stabilität des Fahrzeuges und

auf funktionierende Bremsen.

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Zu diesem Thema bietet das Internet noch eine Vielzahl an Infos!

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So, nun haben wir hier so ziemlich alles durch, ohne dass ich irgend einem Forum beitreten

musste.

Von Infos über Annekdoten bis hin zu meiner Meinung - von allem etwas dabei und durchgekaut!

Nur eines noch:

Der Verrückte von 2005, der mit dem Mofa 140 Km/h fuhr, fuhr einen "49,9 ccm Zylinder"!

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Ich hoffe, man hat ihn dran gekriegt, denn auf der Strecke war nur 90 Km/ h erlaubt!

Außerdem hatte er keine Schutzbleche, kein Nummernschild, keine Lampe und der Auspuff war

viel zu laut, da hätte im Notfall ja keiner seine Fahrradglocke gehört! ;-)

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Irgend etwas war da noch verboten, na ich komme noch drauf. Egal... ach so: Kein Helm auf!

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Bei dem Fahrzeug handelte es sich jedenfalls um ein Keilriemen-übersetztes-Mofa der Marke

(Darf ich das hier überhaupt sagen? Glaub schon..., verklagt mich, aber stellt Euch hinten an!)

"Mobylette", genauer war es der Typ "Mini-Moby", der später auch als Marke "Motobecane"

gehandelt  wurde. In den 90-ern verschwand der Fahrzeug-Typ völlig.

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Dieser vorgeführte Mofa-Typ stammte aus den 70-ern. Später wurden andere Lacke verwendet.

Erst hielt ich dieses Fahrzeug für meine ehemalige "Moby", die ich nach fast 30 Jahren dummer

Weise im Jahre 2007 verschenkt hatte.

Bei mir hatte ich die Keilriemenscheibe auch schwarz lackiert, die im Original silber ist.

Mein Mofa war ebenfalls ansonsten noch im Originallack: braun-metallic.

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Es handelte sich also um eine fresierte "Youngtimer-Lady".

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Sicherlich wurde kein 80-ccm Zylinder verwendet, woher auch. Aber eine komplett andere

Vergaseranlage und ein anderer Ansaugstutzen - oder gleich den Benzinschlauch direkt

in die Ansaugöffnung!

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Mit dem kleinen, geschwungenen 6 mm Original-Ansaugstutzen ginge so etwas jedenfalls nicht!

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Der Auslass könnte vergrößert gewesen sein und der Auspuff... richtig fest hört sich anders an!

Manche fräsieren Auspufftöpfe auch mit der Schrotflinte!

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Man kann auch Scheiben zwischen Krümmer und Zylinder einsetzen, wo eigentlich eine Dichtung

hingehört. So können die Abgase schon dort lauthals, nahezu ungehindert, entweichen.

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An den Kolbenfenstern dürfte er auch gefummelt haben, wenn er nicht sogar gleich die ganze

Kolbenschürze entfernt hat (was man wegen des Kolbenkippens besser nicht tun sollte).

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Der Zylinderkopf war wohl eher nicht plan geschliffen, da sich bei diesem Modell am "Kopf" die

eine Motorhalterung befindet. Obwohl - dem Jungen schien sowieso alles egal zu sein!

Aber wozu das Planschleifen, wenn man nicht mit dem Sprit geizen will - überflüssig...

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Möglich, dass er zusätzlich speziellen Sprit benutzt hat. An Lachgas glaube ich weniger.

Äther mit Öl schon eher! Äther ist aber legal nicht so einfach zu kriegen... legal, illegal...

Die "Moby" schien außerdem mit der Originalübersetzung zu fahren!

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140 Km/h durch 25 Km/h mal 3750 Touren pro Minute macht: Satte, glatte 21.000 UpM!

Er dürfte somit rund 7,5 PS, oder 5,5 KW aus der "Moby" heraus geholt haben.

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24.000 Umdrehungen pro Minute ist der mir bekannte Höchstwert. Allerdings war dies eine

professionelle Rennmaschine, 2-Takt, 50 ccm, 225 Km/h, bei ca. 10 PS oder so ähnlich...

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In einem der "Mofa-Foren" las ich: "...wenn einer 8 bis 10 PS aus einem Mofazylinder heraus holt,

dann ist er schon sehr gut!"

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Dem muss ich widersprechen mit: Dann ist er sehr, sehr, sehr super gut!!

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Nur wird er das Fahrzeug kaum starten können und falls doch, dann kann er, sofern er

Original-Mofateile verwendete, als nächstes seinen Zylinder vermutlich auf dem Mond suchen!

Er sitzt dann nämlich auf einem potenziellen "Sprengsatz", im wahrsten Sinne des Wortes! 

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Aber trotz aller Bewunderung, mancher Drehzahl und Geschwindigkeit:

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Der öffentliche Straßenverkehr ist kein Rennplatz!

Und der Junge mit der "Moby" hat sein und anderer Leute Leben ungemein in Gefahr gebracht!

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Also: Sooo auf keinem Fall nachahmen...!!!

 

Immer daran denken: Desto SCHNELLER, desto HÖHER, desto WEITER... - desto PENG!-

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Wer sein Mofa "frisieren" will, sollte darauf achten, dass er Kamm und Lockenwickler bereit hält!

Weil "frisieren" von "Frisur" kommt! Vergesst dabei den Haartrockner nicht!

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​Und wenn hier keiner den Duden verdreht hat, aber der wurde ja nun schon oft verdreht, dann

gibt es FRESE und das Fresieren eigentlich nicht, oder nun doch!?.

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Nun ließe sich hauen! Kommt Fräse von Fraß, oder Frese vom Fressen?

Sind vielleicht beide Varianten richtig? Sollten sie vielleicht sein!

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Zumindest weiß ich soviel: "Unrichtig" ist "falsch", denn "falsch" ist "richtig"!

Klingt doch gar nicht so unfalsch, oder?

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                                                                                                                                   LG     ;-)

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